Die in Jena ansässige InflaRx N.V. prüft nach der EMA-Empfehlung zu Tavneos eine Entwicklungs- und Zulassungsstrategie für die Behandlung der ANCA-assoziierten Vaskulitis (AAV) in Europa.

Das Biotechnologie-Unternehmen smartbax in Oberschleißheim konnte erneut zusätzliche finanzielle Mittel einwerben, die in die Entwicklung seines antibakteriellen Leitprogramms bis zur IND-Einreichung fließen sollen, aber auch in die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen enzymatischen Aktivatoren zur Bekämpfung bakterieller Infektionen.

Das Wiener Biotechnologie-Start-up Epitome Therapeutics FlexCo sicherte sich Finanzmittel in Höhe von 4 Mio. Euro. Die Hälfte davon sind Fördermittel, 2 Mio. Euro steuerten die Investoren XISTA Science Ventures, Caesar Ventures und die Navec Venture Holding GmbH bei. Das EMBL-Spin-off entwickelt eine Plattform zur präzisen Steuerung der Genexpression.

Das Heidelberger Biotech-Unternehmen TolerogenixX hat die Transplantation des letzten Patienten in seiner Phase IIb-Studie TOL-2 abgeschlossen. Die Studie untersucht, ob der neuartige Zelltherapieansatz MIC-Lx die lebenslange Immunsuppression nach einer Lebendnierentransplantation reduziert oder perspektivisch ersetzen kann. Erste Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten werden für das erste Halbjahr 2027 erwartet.

In diesem Jahr wird der Strüngmann Award bereits zum dritten Mal an herausragende Life-Sciences-Unternehmer aus der DACH-Region verliehen. Die drei Finalisten sind Dr. Stefano Portolano (Azafaros), Prof. Dr. med. Wieland Sommer (Jacobian) und Dr. Jonathan Talbot (Mosanna Therapeutics, Melodia Therapeutics). Wer von ihnen die Experten-Jury Anfang Juli überzeugt, wird Mitte September bei der festlichen Preisverleihung bekannt gegeben.

Die Schweizer Novartis AG hat eine strategische Forschungs- und Entwicklungskooperation mit dem US-amerikanischen Biotechnologieunternehmen Antares Therapeutics geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entdeckung, Entwicklung und spätere Vermarktung neuartiger niedermolekularer Krebstherapien gegen onkologische Zielstrukturen, die bislang als schwer oder nicht medikamentös behandelbar galten.

Die Veraxa Biotech AG hat neue Räumlichkeiten in Heidelberg bezogen und damit ihre Laborfläche um mehr als die Hälfte erweitert. Dem weiteren Ausbau der Entwicklungsaktivitäten vor Ort steht damit nichts mehr im Weg.

Die Merck KGaA und Saturnus Bio haben eine Forschungspartnerschaft im Bereich genetisch bedingter Herzerkrankungen vereinbart. Ziel ist zunächst die Entwicklung neuer Therapieansätze gegen Erkrankungen des Herzmuskels. Merck zahlte dafür im Voraus 50 Mio. US-Dollar.

Nordrhein-Westfalen stellte Anfang der Woche eine neue Bioökonomie-Strategie vor. Im Mittelpunkt steht der Aufbau regional verankerter, biobasierter Wertschöpfungsketten. Auch die EU-Kommission, die derzeit den Biotech Act II erarbeitet, hat bereits Interesse an einem Austausch mit NRW bekundet.

Die bayerische Biotechnologiebranche setzte ihren Wachstumskurs im Jahr 2025 fort und erwies sich trotz eines schwierigen internationalen Marktumfelds als robust. Das ist das Ergebnis des Jahresreports „Biotech in Bavaria 2025/26 – Where champions grow“, den die Netzwerkorganisation BioM Mitte Juni im Faculty Club des Innovations- und Gründerzentrums Biotechnologie (IZB) vorstellte.